Lesezeit 5 min

Wissenswertes rund um Funkmikrofone

Drahtlose Mikrofonsysteme bringen viele interessante Vorteile mit sich. Das keine Zeit zum Verlegen der Kabel benötigt wird liegt auf der Hand. Mitunter der größte Vorteil ist jedoch der neu gewonnene Bewegungsspielraum, welcher nicht nur bei rockigen Bühnenshows nahezu unerlässlich ist. Auch bei Vorträgen gewinnt das gesprochene Wort durch Gestikulieren an Gewicht und verbessert sogleich die Interaktion mit den Zuhörern. Listige Stolperfallen aufgrund unzähliger Kabel sind passé und die Bühne bleibt übersichtlich. Damit einhergehend erweckt auch das Gesamtbild des Events einen professionelleren Eindruck. Nicht zu Letzt ist bei Einsteigern, bis hin zu professionellen Nutzern (beispielsweise bei Festinstallationen), die schnelle Einsatzbereitschaft mit einer der Beweggründe, welche für ein Drahtlossystem sprechen. Die Wahl des richtigen Systems ist hierbei entscheidend.

Anwendungsgebiete von Funkmikrofonen

Die umfassenden Vorteile sind also bei weitem nicht nur großen Live-Shows vorbehalten. Die Möglichkeit sich frei im Raum zu bewegen kann auch bei kleineren Aufführungen Gold wert sein. 

Ebenfalls kommen Drahtlossysteme bei Theateraufführungen oder Kirchenkonzerten aller Größen zum Einsatz. Abseits der Musik sorgen Drahtlossysteme im Businessleben für ein professionelles Auftreten und ein aufgeräumtes Erscheinungsbild. In Tagungsstätten, Hörsälen sowie Gemeindehäusern werden Funkmikrofone gerne genutzt und finden bei Reden, Präsentationen, Meetings und Interviews Ihre Anwendung. 

Weitere Einsatzmöglichkeiten ergeben sich bei der Verwendung eines Drahtlossystems in Verbindung mit einem Headset, z.B. dem TG H56, oder einem Lavalier Mikrofon, wie beispielsweise dem TG L58. Der Sänger, beziehungsweise der Sprecher, hat nun beide Hände zur Verfügung und kann mit seinen Zuhörern interagieren. Ein Drahtlossystem wird hiermit, unter anderem, auch bei Sportveranstaltungen zum Werkzeug der Wahl.

Worauf ist bei Funkmikrofonen zu achten?

1. ANTENNENPOSITION UND REICHWEITE
Die Positionierung der Empfängerantenne, wie beispielsweise die aktive Richtantenne WA-ATDA 1G8, spielt eine wichtige Rolle. Um einen optimalen Empfang zu gewährleisten, sollte für eine Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger gesorgt sein und die Antenne möglichst erhöht stehen. Die überbrückbare Reichweite hängt von den verwendeten Komponenten ab. Auch ist zu beachten, dass ein Mindestabstand zwischen Sender und Empfänger eingehalten werden muss.

2. ABSCHATTUNG
Die Signalstäke kann gedämpft werden, sollten Hindernisse in der direkten Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger stehen. Diese sogenannte Abschattung führt zu einer kleineren Reichweite. Zu den Hindernissen zählen jedoch nicht nur Wände oder Gegenstände. Auch Menschen (Publikum) können zu einer enormen Dämpfung des Signals beitragen. Die Wahl einer günstigen Antennenposition ist also von besonderer Wichtigkeit um einen unterbrechungsfreien Empfang zu gewährleisten.

3. ZULÄSSIGKEIT DES DRAHTLOSSYSTEMS
Es muss darauf geachtet werden, dass das verwendete Drahtlossystem im jeweiligen Land zulässig ist. In Deutschland ist die zuständige Behörde die Bundesnetzagentur (BNetzA). Dementsprechend verfügen selbstverständlich auch alle unsere Funksysteme über die nötige Zulassung der BNetzA. Unterschieden wird zudem in anmeldefreie, sowie anmeldepflichtige Systeme.

4. STÖRUNGEN / INTERFERENZEN
Sind verschiedene Systeme im Einsatz, so müssen die Frequenzen mit Bedacht gewählt werden. Betreibt man an einem Veranstaltungsort eine Vielzahl an Sendern zeitgleich, so können Störungen bei der Übertragung auftreten. Diese können unter anderem durch Interferenzen oder Intermodulationen hervorgerufen werden.

5. FUNKÜBERTRAGUNG
Ein drahtloses Mikrofonsystem besteht immer aus mindestens einem Empfänger und einem Sender. Zwischen diesen beiden Komponenten findet die Übertragung des Audiosignals statt. Um ein Audiosignal über die Antenne senden zu können, wird es zunächst auf eine Hochfrequenzwelle moduliert. Wurde das Funksignal des Senders wieder von der Antenne im Empfänger aufgegriffen, wird es daraufhin im Empfänger in ein elektrisches Signal umgewandelt (demoduliert). Von dort aus geht es via Kabel weiter an das Mischpult.

Bei der Funkübertragung einer elektrischen Gitarre geht das Signal an den dazugehörigen Verstärker. Da die Funkstrecke selbst lediglich zur Signalübertragung dient, soll der ursprüngliche Klang selbstverständlich originalgetreu und unverfälscht wiedergegeben werden. Den gewünschten Sound erhält man durch die Wahl der richtigen Mikrofonkapsel beziehungsweise durch die Wahl des richtigen Headsets.

6. FUNKSIGNALE
Egal ob Hand- oder Taschensender, in der Mikrofontechnik kommen in der Regel omnidirektionale Antennen zum Einsatz. Deren Funksignale werden stets kreisförmig abgestrahlt, vergleichbar mit den Wellen welche entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Das Funksignal wird also nicht ausschließlich zum Empfänger gesendet, sondern in alle Richtungen. Infolgedessen können Funkwellen von Wänden oder aber auch von Gegenständen reflektiert werden. Werden Signale so ungünstig reflektiert, dass diese wieder aufeinandertreffen und sich überlagern, kann dies zu Drop Outs führen. Zwei überlagernde Wellen „löschen sich gegenseitig aus“. An dieser Stelle greift das Diversity.

7. EMPFÄNGER
Das Prinzip des Empfängers lässt sich mit dem eines herkömmlichen Radios erklären. Der Sender kann gewählt und verändert werden, jedoch kann ein Empfänger zeitgleich jeweils nur ein Signal empfangen. Folglich muss auch bei drahtlosen Mikrofonsystemen für jeden Sender ein separater Empfängerkanal zur Verfügung stehen. Auch sogenannte Dual-Empfänger, wie zum Beispiel der TG 1000 Dual Receiver, bilden hierbei keine Ausnahme. Um den Empfang zweier Kanäle zu realisieren, werden bei Dual-Empfängern also zwei Empfänger in einem Gehäuse untergebracht.

8. SENDER
Rein äußerlich sind die Unterschiede zwischen kabelgebundenen Mikrofonen und Funkmikrofone sehr gering. An der Stelle an welcher bei Kabelmikrofonen der XLR Stecker platziert ist, findet man bei drahtlosen Mikrofonen dagegen eine kleine Antenne beziehungsweise einen angeschlossenen Taschensender. Dieser fungiert ebenfalls als Sender.

9. HANDSENDER
Die Mikrofonkapsel, sowie auch der eigentliche Sender, sind in einem Gehäuse untergebracht. Der Sender samt Elektronik befindet sich im unteren Teil des Handsenders. Die Mikrofonkapsel ist durch den sogenannten Korb geschützt und bildet mit ihm zusammen den oberen Teil des Handsenders. Das Mikrofon wird vom Benutzer direkt in der Hand gehalten.

9. HANDSENDER
Die Mikrofonkapsel, sowie auch der eigentliche Sender, sind in einem Gehäuse untergebracht. Der Sender samt Elektronik befindet sich im unteren Teil des Handsenders. Die Mikrofonkapsel ist durch den sogenannten Korb geschützt und bildet mit ihm zusammen den oberen Teil des Handsenders. Das Mikrofon wird vom Benutzer direkt in der Hand gehalten.

beyerdynamic handheld transmitter blog

10. TASCHENSENDER
Taschensender sind extrem handlich und lassen sich aufgrund Ihrer Größe problemlos am Instrument, oder an der Kleidung des Nutzers befestigen. Das jeweilige Mikrofon wird am Taschensender angeschlossen und dieser sendet das Signal direkt an den Empfänger. Neben ihrer Nutzung in Verbindung mit Instrumentenmikrofonen kommen Sie unter anderem auch bei Ansteckmikrofonen (Lavalier) und sogenannten Nackenbügelmikrofonen (Headsets) zum Einsatz.

beyerdynamic Drahtlossysteme

Neben dem Drahtlossystem TG 500, das sich besonders für kleinere Bühnenauftritte, Theaterproduktionen oder Reden eignet und größtenteils lizenzfrei nutzbar ist, bieten wir mit dem digitalen Drahtlossystem TG 1000 eine Lösung für alle Fälle des Profibereichs.

beyerdynamic TG 1000 Digitales Drahtlossystem
Digitales Drahtlossystem TG 1000 für den Profibereich
beyerdynamic TG 500 Funkmikrofone
Drahtlossystem TG 500 für kleinere Bühnenauftritte

Du interessierst dich für Mikrofone? Dann könnten dich diese Artikel auch interessieren:

War dieser Beitrag hilfreich?

Wie bewertest du diesen Artikel?
Rating: 5.0/5. Von 5 Abstimmungen.
Bitte warten...