BEYERDYNAMIC TRIFFT KAMRAD
In einem unserer letzten Beiträge konnten wir euch bereits über unsere Partnerschaft mit dem bekannten deutschen Musiker und Singer/Songwriter KAMRAD berichten.
Im Interview: KAMRAD
Musiker, Singer/Songwriter
Im Interview verrät uns Kamrad exklusiv, was er mit beyerdynamic verbindet, was ihn inspiriert und wie seine Hits entstehen. Er gibt uns Einblicke in seinen kreativen Prozess, erzählt uns, wer seine musikalischen Vorbilder sind und was seine nächsten Ziele sind. Seid gespannt!
Bühne oder Studio?
KAMRAD: Das Schöne an meinem Job ist die Abwechslung. Ich liebe es, sowohl im Studio als auch auf der Bühne zu sein. Wenn ich mich jedoch entscheiden müsste, würde ich sagen, dass ich noch ein bisschen mehr für die Bühne brenne, weil man dort direkt die Menschen sieht, mit denen man zusammen feiert und für die man Musik macht.
Club oder Festival?
KAMRAD: Für mich ist es wahrscheinlich immer der Club, wenn es um eine eigene Show geht. Ein Festival mit 20.000 bis 30.000 Leuten ist natürlich der absolute Hammer und macht besonders draußen im Sommer mega Spaß. Aber die Leute, die wirklich ein Ticket für deine Show kaufen und nur wegen dir in den Club kommen, machen das Ganze noch besonderer. Deshalb würde ich immer die eigene Headline-Show dem Festival vorziehen.
Tourleben oder Alltag?
KAMRAD: Definitiv Tourleben. Ich komme gerade von der Tour und kehre langsam in den Alltag zurück. Im Vergleich dazu ist der Alltag ziemlich langweilig, denn jeden Abend ein Konzert zu spielen und ständig mit seinen Freunden unterwegs zu sein, macht einfach mehr Spaß. Aber auch hier macht es die Abwechslung aus. Trotzdem könnte ich das ganze Jahr auf Tour sein.
In-Ear oder Over-Ear?
KAMRAD: Bei In-Ear oder Over-Ear kommt es darauf an, was man gerade will oder macht. Wenn ich im Studio bin oder meine Mixe durchhöre, nutze ich meistens Over-Ear-Kopfhörer, weil sie ein breiteres Klangspektrum bieten und besser abschirmen. Unterwegs nutze ich jedoch In-Ear-Kopfhörer. Besonders cool finde ich die neuen AMIRON 300, die das Beste aus beiden Welten vereinen: ein großes Klangerlebnis in einem kleinen In-Ear-Format. Das ist unterwegs die praktischste Lösung.
Partnerschaft: KAMRAD x beyerdynamic
beyerdynamic Blog: Wir freuen uns sehr auf unsere diesjährige Partnerschaft. Wir können unsere jahrzehntelange Expertise im Audiobereich mit deiner einzigartigen Musikalität verbinden. Was verbindest du mit beyerdynamic?
KAMRAD: Mit beyerdynamic verbinde ich, seitdem ich Musik mache, seitdem ich Sachen selbst aufnehme oder ins Studio gehe, einfach den absoluten Top-Standard fürs Musikhören. Es gibt kein Studio auf der ganzen Welt, in dem es keine beyerdynamic-Kopfhörer gibt. Sie sind das Nonplusultra zum Einsingen, Abmischen und Produzieren generell. beyerdynamic begleitet einen bei allem, was man macht, und ist schon lange Teil meiner Karriere. Ich finde es großartig, wie sehr auf Qualität geachtet wird. Besonders cool finde ich, dass es eine deutsche Firma ist und dass die Produkte auch für unterwegs gemacht werden. Das heißt, ich kann den Standard, den ich aus dem Studio kenne, überall hin mitnehmen. Das ist eine richtig gute Kombination, und deshalb freue ich mich sehr über diese Partnerschaft.
„beyerdynamic begleitet einen bei allem, was man macht, und ist schon lange Teil meiner Karriere. Ich finde es großartig, wie sehr auf Qualität geachtet wird.“
KAMRAD ON TOUR
beyerdynamic Blog: Deine Friends Tour 2025 liegt bereits hinter dir, die nächsten Konzerte und die nächste Tour sind schon geplant. Wie fühlt es sich an seine erste eigene Tour zu spielen und so viele Menschen mit seiner eigenen Musik zu begeistern?
KAMRAD: Auf Tour zu sein und live zu spielen, ist für mich absolut das Größte. Es ist das beste Gefühl auf der Welt. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als auf der Bühne zu stehen und Menschen im Publikum zu sehen, die die Songs, die ich geschrieben habe, mitsingen und etwas damit verbinden. Das ist etwas ganz Verrücktes, und ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich das erleben darf. Besonders bei dieser Tour, die so viel größer war als alles, was ich bisher gemacht habe, ist es beeindruckend zu sehen, welche Menschen kommen. Von Familien mit kleinen Kindern bis zu Großeltern – alle sind dabei und werden durch die Musik verbunden, die ich irgendwann in meinem kleinen Zimmer geschrieben habe. Das ist ein tolles Gefühl, und ich kann es kaum erwarten, dass es im Sommer bei der nächsten Tour weitergeht. Ich würde am liebsten gar nicht von der Bühne runter und genieße es sehr. Ich bin dankbar und freue mich einfach darüber.
beyerdynamic Blog: Was hast du erlebt und was nimmst du von deinen Tourerlebnissen mit?
KAMRAD: Auf dieser Tour habe ich zwei ganz wichtige Dinge gelernt beziehungsweise noch mehr verinnerlicht. Erstens finde ich, dass es nicht nur wichtig ist, eine coole Band zu haben, die jeden Abend professionell und gut abliefert, sondern auch, dass man mit der Crew und der Band eine wirklich gute Stimmung hat. Das sind alles meine besten Freunde, mit denen ich unterwegs bin, und das macht die Zeit einfach noch besonderer. Es macht jeden Abend besser, wenn man auf die Bühne geht, weil man mit guter Laune und Begeisterung auftritt und den Fans das gibt, wofür sie gekommen sind.Ich finde, das haben die Fans auch verdient. Deshalb ist es wichtig, dass man eine gute Stimmung aufrechterhält.
Zweitens geht es nie um Perfektion, sondern immer um Emotionen und spontane Aktionen, die vielleicht mal schiefgehen, aber über die man spricht. Oft waren es bei den Konzerten die Momente, in denen ein Fan ein Schild hochgehalten hat und mit uns gesungen hat, die nicht perfekt waren. Aber genau darüber haben wir nachher noch geredet. Ich glaube, es ist wichtig, offen für solche Momente zu sein.
Musikentstehung und Inspiration
beyerdynamic Blog: Wie sieht dein kreativer Prozess aus, wenn du einen neuen Song schreibst? Wo holst du dir deine Inspiration, um Hits wie I believe oder Change zu schreiben?
KAMRAD: Songwriting ist für mich das Schwierigste und gleichzeitig das Einfachste auf der Welt. Man kann sich nicht zwingen, die beste Idee zu haben, aber wenn sie kommt, fließt es meistens einfach nur so. Deshalb ist es wichtig, immer offen für Ideen zu sein, egal was man gerade macht oder wo man sich befindet. Wenn mir eine Idee kommt, schreibe ich sie sofort auf oder nehme sie auf. Ideen kommen einfach, man kann das nicht steuern. Ich kann mich nicht hinsetzen und sagen: „Jetzt kommt der große neue Song.“ Manchmal funktioniert das, aber meistens ist es spontan. Ich notiere und nehme alles auf, und irgendwann nehme ich es mit ins Studio, wo mein Team und ich an diesen Ideen arbeiten, um daraus richtige Songs zu machen. Die generelle Idee muss man passieren lassen, und ich habe früh gelernt, dass man dafür manchmal auch Opfer bringen muss.
Zum Beispiel wache ich manchmal nachts auf und nehme Ideen in mein Handy auf, was meine Freundin stört. Oder ich muss aus der Dusche laufen, um eine Notiz zu machen, weil ich denke, dass ich es lieber sofort aufnehme, bevor ich es vergesse. Das ist der Anfang des Prozesses. Danach beginnt die harte Arbeit: die Ideen vernünftig zusammenzufügen, mehrere Strophen zu schreiben und den richtigen Text zu finden. Das ist die Fleißarbeit. Aber die Idee zu erkennen und zu haben, ist meistens spontan, und darauf muss man sich einlassen.
beyerdynamic Blog: Hast du musikalische Vorbilder, die vielleicht auch deinen eigenen Sitl beeinflusst haben bzw. noch beeinflussen?
KAMRAD: Ich glaube, die Vorbilder, die man hat, ändern sich natürlich mit der Zeit, genauso wie der Geschmack. Aber es gibt drei Künstler, die ich als Grund bezeichnen würde, warum ich die Musik mache, die ich mache, beziehungsweise warum ich überhaupt angefangen habe, richtig Musik zu machen.
Grund Nummer eins, und sie stehen ganz oben, sind die Beatles. Das war meine erste Berührung mit Musik. Mein Vater war der größte Fan, dadurch wurde ich der größte Fan. Ich habe dann alle Songs gelernt, auf der Gitarre zu spielen, kann immer noch jeden Text auswendig und bin ein richtiger Hardcore-Fan.
Der nächste war Prince, einfach weil er für mich der kompletteste und beste Künstler auf allen Ebenen war, den es jemals gegeben hat – sowohl gesanglich als auch tänzerisch und von dem gesamten künstlerischen Bild, das er von sich gegeben hat, bis hin zu seinem Gitarrenspiel. Ein unglaublicher Künstler, der mich sehr inspiriert hat.
Nummer drei ist definitiv Ed Sheeran. In der Zeit, als ich anfing, selbst Songs zu schreiben, kam er gerade auf und stand allein mit seiner Gitarre auf der Bühne. Ich dachte, wie cool es ist, dass jemand wie er so groß wird. Vielleicht kann ich das auch. Das hat mir sehr viel Mut gemacht, und nebenbei war ich ein riesiger Fan seiner Songs.
Diese drei Künstler sind der Grund, warum ich mich überhaupt getraut habe, das Ganze zu machen. Natürlich gibt es immer wieder variierende Vorbilder. Zurzeit höre ich zum Beispiel sehr viel MGMT und Dominic Fike, also ein bisschen Indie Pop. Ich lasse mich gerne von solchen Künstlern inspirieren, aber die Ursprünge waren diese drei.
beyerdynamic Blog: Wie bist du zur Musik gekommen?
KAMRAD: Zur Musik gekommen bin ich über meinen Vater, der selbst Gitarre gespielt hat. Deshalb lagen in unserer Wohnung immer Gitarren herum, und sie lagen wirklich auf dem Boden, damit ich hin krabbeln und ein bisschen selbst spielen konnte. Mit vier Jahren habe ich dann meine erste Gitarre bekommen und kaum etwas anderes gemacht, als Zeit mit diesem Instrument zu verbringen. Ich habe schnell angefangen, Beatles-Songs nachzuspielen und mit schrecklichem Englisch eigene Songs zu schreiben, die wirklich nicht wie Englisch klangen. Aber die Tendenz war immer da: Ich wollte Musik machen, Gitarre spielen, singen und meine eigenen Sachen kreieren. Meine Eltern haben das immer unterstützt.
Das war der Grund, warum ich lange in die Musikschule gegangen bin, und ins Studio konnte, weil sie das finanziert haben. In kleinen Studios konnte man für ein paar hundert Euro einen fertigen Song aufnehmen. So hat das Ganze angefangen, und irgendwann wurde es immer ernster, wenn auch mit mäßigem Erfolg. Aber ich kam nicht mehr davon los und bin froh, dass es zumindest bis hierhin funktioniert hat, weil es schon immer meine große Leidenschaft war.
Zukunft
beyerdynamic Blog: Du warst gerade auf Tour, die nächste Tour für 2026 ist bereits geplant. Darüber hinaus wird man dich dieses Jahr noch auf diversen Festivals erleben können. Gibt es Ziele für die nächsten Jahre, die du gerne erreichen möchtest oder auf die du hinarbeitest?
KAMRAD: Wenn ich in den letzten Jahren eine Sache gelernt habe, dann ist es auf jeden Fall, dass man mit meinem Job und gerade in der heutigen Zeit einfach nicht wirklich planen kann. Hätte man mich vor ein paar Jahren gefragt, wie ich mir die Zukunft vorstelle, hätte ich auf keinen Fall auch nur irgendwas davon erwähnt, was ich in der letzten Zeit erleben durfte. Das wäre viel zu weit weg gewesen. Dementsprechend bin ich vorsichtig und versuche, mir keine Ziele zu setzen, die man dann vielleicht nicht erreicht, aus welchen Gründen auch immer, und dann enttäuscht ist.
Ich versuche immer, Schritt für Schritt zu denken und vor allem an dem zu arbeiten, was ich selbst beeinflussen kann. Das ist vor allem meine Musik. Ich versuche auf jeden Fall, musikalisch den nächsten Schritt zu machen. Ich nenne das ein bisschen das zweite Kapitel von KAMRAD zu starten. Es ist ganz viel neue Musik fertig, die jetzt auch rauskommen wird. Da freue ich mich sehr drauf, einfach zu zeigen, wo ich gerade stehe, was ich gerade gut finde und wie sich mein Sound vielleicht ein bisschen verändert hat. Aber man erkennt mich immer noch. Das ist meine Challenge als Künstler, mich weiterzuentwickeln.
„Es ist ganz viel neue Musik fertig, die jetzt auch rauskommen wird. Da freue ich mich sehr drauf, einfach zu zeigen, wo ich gerade stehe, was ich gerade gut finde und wie sich mein Sound vielleicht ein bisschen verändert hat. Aber man erkennt mich immer noch. Das ist meine Challenge als Künstler, mich weiterzuentwickeln.“
Und dann ist natürlich das große Ziel die Tour 2026. Da denke ich jetzt schon dran. Es wird eine noch bessere Liveshow geben, teilweise in noch größeren Hallen. Darauf habe ich schon richtig Bock und bin sehr aufgeregt und freue mich, wenn es losgeht. Das ist definitiv ein Ziel, aber es gibt keine zahlenmäßigen Ziele, die ich mir vornehme, weil man immer wieder sieht, dass viel Glück und viele spontane Sachen damit zusammenhängen. Bevor ich auf irgendwelche Sachen hoffe, versuche ich daran zu arbeiten, was ich beeinflussen kann – das ist meine Musik. Und da wird ganz viel Neues kommen.
Erwähnte Produkte:
AMIRON 300
True Wireless In-Ear-Kopfhörer mit ANC
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