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Mythos Audiokabel -was ist dran am Klangtuning?

Audioenthusiasten stecken oftmals viel Zeit und Liebe zum Detail in die Einrichtung ihres Home Entertainments, um ihre Lieblingsmusik zu genießen. Von der Hi-Fi-Anlage über Vor- und Endverstärker und Receiver bis hin zu den passenden Lautsprechern und Kopfhörern – alles wird perfekt aufeinander abgestimmt und ist oftmals sehr hochwertig. Beim Thema Audiokabel scheiden sich bei den Musikliebhabern jedoch die Geister: Während die einen einfach die im Lieferumfang der Hardware enthaltenen Kabel nutzen, sind andere auf der Suche nach dem „Besonderen“, das sowohl dem Klang als auch der Optik ein Tuning verpasst. Netzkabel für weit über 1.000 Euro oder vergoldete Applikationen wie Stecker oder Sicherungen für den Sicherungskasten zu Hause – der Kreativität und dem Geldbeutel sind keine Grenzen gesetzt. Doch welche Rolle spielen dabei Qualität und Preis der Kabel? Und können Audiokabel tatsächlich den Klang beeinflussen oder gar verbessern?

Klangunterschied ja, aber mit Grenzen

Kabel an sich klingen zwar nicht, sie beeinflussen aber den Ton und entscheiden über einen harmonischen Klang. Im Internet findet man dazu viele Mythen und diverse Tricks – von richtig positionierten Holzklötzen bis hin zu vergoldeten Steckdosen. Trotzdem können auch Kabel keine Wunder vollbringen und haben ihre Grenzen. Es ist schwer, eine objektive Klangverbesserung nachzuweisen.

„Im Internet findet man dazu viele Mythen und diverse Tricks – von richtig positionierten Holzklötzen bis hin zu vergoldeten Steckdosen.“

Technische Unterschiede, die über die Qualität der Kabel entscheiden, gibt es natürlich trotzdem. Audiokabel haben eine wichtige Funktion, über sie werden die Audiosignale an die Ausgabequelle, wie etwa Verstärker, Lautsprecher oder Kopfhörer, übertragen – wichtig ist dabei, dass das ursprüngliche Signal nicht verfälscht wird. Um einen authentischen und harmonischen Klang zu erhalten, sollten Musikliebhaber also durchaus auf Qualität achten.

Hören – T5 p | beyerdynamic

Vor allem im Premium und High-End-Segment ist es sinnvoll, in Audiokabel zu investieren. Dabei wird zwischen 3- und 4-adrigen Kabeln – Anzahl der Kupferleiter – unterschieden, wobei die 4-adrigen Kabel einen geringen Spannungsabfall haben. 3-adrige Kabel werden beispielsweise bei unserem Premium-Kopfhörern wie dem DT 880 oder DT 990 verwendet. Hingegen findet man 4-adrige Kabel in unseren High-End Kopfhörern T 1 und T 5 p. Diese Audiokabel weisen zusätzlich noch eine Abschirmung gegen elektromagnetische Schwingungen auf.

In der professionellen Tontechnik sind XLR-Kabel beliebt, zum Beispiel bei Studiomikrofonen. Über eine 3-polige Steckverbindung am Ende des Audiokabels werden die analogen Signale übertragen. Die Kontaktflächen von XLR-Kabeln sind vom Steckergehäuse umgeben. Dadurch sind die Kabel robust sowie weniger anfällig für Schmutz und Staub.

WORAUF MUSS MAN BEIM AUDIOKABEL ACHTEN?

High-End-Audiokabel kann man an verschiedenen Eigenschaften erkennen: 

Material:

Der Kupferwert im Inneren des Kabels bietet einen ersten Anlaufpunkt, um die Qualität des Kabels zu bestimmen. Besonders hochwertige Kabel verwenden reines Kupfer, das einen niedrigen Widerstand und somit eine hohe Leitfähigkeit hat. Die Kennzeichnung für 99,99999% Kupfer, das reinste auf dem Markt, ist OCC 7N.

Aber nicht nur das Innere eines Kabels entscheidet über die Qualität. Die äußere Ummantelung ist ebenso bedeutend. Die Ummantelung soll eine möglichst gute Dämpfung bieten, um Kabelgeräusche durch Kontakt und Bewegung zu vermeiden. Das ist vor allem bei Audiokabeln, die unterwegs genutzt werden, wichtig. Textilummantelte Kabel bieten zudem ein besseres haptisches Gefühl und sind hochwertiger als Gummiummantelungen. Bei allzu steifen Kabeln kommt noch hinzu, dass die Geräusche an die Kopfhörerschale übertragen werden können

Belastbarkeit:

Kabel müssen sehr viel aushalten können, vom stets gehassten Kabelsalat, über Verschmutzungen bis hin zu Wärmeeinwirkung. Beim Kauf von Audiokabeln sollte man daher immer auf einen Knickschutz am Stecker achten. Aber auch Zugfestigkeit und die Flexibilität des Kabels sind entscheidend für die Belastbarkeit und um Kabelbruch zu vermeiden.

Bauform:

Man unterscheidet zwischen der symmetrischen und unsymmetrischen Signalübertragung (engl. balanced und unbalanced). Auf die Qualität der Kabel hat die Bauweise allerdings keine Auswirkungen. Vielmehr muss darauf geachtet werden, dass das Kabel zur Anschlussquelle, zum Beispiel zum Verstärker oder Player, passt.

Besitzer von unseren Kopfhörern können sich freuen, denn wir achten bei jedem Produkt darauf, gleich das passende Kabel mitzuliefern. Für alle, die gerne ihrem Sound ein Kabel-Upgrade verpassen möchten, haben wir hier unsere audiophilen Kabel zusammengestellt:

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