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Tesla-Technologie: was steckt dahinter?

Jede Technologie hat ihre physikalischen Grenzen. Die Automobilindustrie kämpft mit der Reichweite von Elektrofahrzeugen, die Hersteller von Solarzellen um mehr Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung. Für Kopfhörer-Entwickler spielt sich die Herausforderung im Magnetfeld der Schallerzeugung ab. Genauer gesagt: an der magischen Schwelle von 1 Tesla.

Was bedeutet „Tesla“?

Mit Tesla bezeichnen Experten die Stärke eines Magnetfeldes, das auf einen stromdurchflossenen Leiter einwirkt. Die Maßeinheit wurde 1960 nach dem Elektro-Ingenieur Nikola Tesla benannt. Tesla gilt als Urvater der modernen Energieversorgung. Mit seinen Wechselstrom-Erfindungen hat er die Übertragung von Elektrizität über große Entfernungen erst möglich gemacht. Statt des wirtschaftlichen Erfolgs reizte ihn eher die Bewältigung scheinbar unlösbarer Probleme. So experimentierte er früh mit kabelloser Energieübertragung und schickte Morsezeichen per Funk über viele Kilometer – Jahre bevor Guglielmo Marconi und Ferdinand Braun für ihre Entwicklung der drahtlosen Telegrafie einen Nobelpreis bekamen.

Tesla-Technologie
Tesla-Technologie verbaut im High-End Kopfhörer T 1

Tesla und beyerdynamic

Der Erfindergeist von Nikola Tesla hat auch die Entwickler von beyerdynamic inspiriert, als es darum ging, ein Kernprodukt des Heilbronner Audiospezialisten zu revolutionieren: den Hi-Fi-Kopfhörer. Die Maßeinheit Tesla führte ihnen die Herausforderung schließlich tagtäglich vor Augen, denn Werte über 1 Tesla gelten im Kopfhörerbau als schwer erreichbar. Dabei bringt jede Steigerung der so genannten magnetischen Flussdichte immense Vorteile: Die Schwingspulen können filigraner ausfallen und damit schneller reagieren, der erzeugte Schall gewinnt an Präzision und Detailreichtum. Gleichzeitig steigt die Energieausnutzung, der Hörer kann lauter spielen.

Die beyerdynamic Tesla-Schallwandler basieren auf einem Neodym-Ringmagnet mit optimiertem Magnetfeldverlauf, der dafür sorgt, dass im Inneren des Schallwandlers ein Magnetfeld mit einer magnetischen Flussdichte von ca. 1,2 Tesla entsteht  Das ist mehr als doppelt so viel, wie in den meisten konventionellen Schallwandler-Modellen von beyerdynamic.

Unter der Bezeichnung Tesla-Technologie fasst beyerdynamic gleich ein ganzes Bündel an Maßnahmen zusammen, die den Klang verbessern und den Wirkungsgrad des Kopfhörers erhöhen.

beyerdynamic Kopfhörer und Tesla-Technologie

Beispielsweise ist beim High End-Kopfhörer T 1 der Aufbau des Tesla-Schallwandlers unkompliziert. Es müssen nur wenige Bauteile zusammengefügt werden, wodurch sich geringste Toleranzen ergeben. Die Konstruktion folgt dabei konsequent den physikalischen Gesetzen. Die Membran des T 1 besteht aus einer mehrlagigen „Compound-Folie“. Diese führt zu einem präzisen Frequenzgang und ermöglicht im Zusammenwirken mit dem Magnet einen transparenten und verzerrungsfreien Klang.

T 1 High-End Kopfhörer

Das starke Tesla-Magnetfeld des T 1 befindet sich im Inneren des Schallwandlers und zwar konzentriert im Luftspalt. Gleichzeitig bleibt dabei das äußere Streufeld extrem gering, um Verluste zu minimieren. Anstatt eines Standard-Vliesmaterials wird im T 1 ein Präzisionsgewebe eingesetzt, um exakt definierte Strömungsbedingungen für die bewegten Luftmassen zu schaffen. Dies optimiert den Frequenz-  und Phasengang. Die Schwingspule des Tesla-Schallwandlers ist außerdem durch ein Vollmetallgehäuse gegenüber elektromagnetischen Feldern abgeschirmt.

Das starke Tesla-Magnetfeld des T 1 befindet sich im Inneren des Schallwandlers und zwar konzentriert im Luftspalt. Gleichzeitig bleibt dabei das äußere Streufeld extrem gering, um Verluste zu minimieren. Anstatt eines Standard-Vliesmaterials wird im T 1 ein Präzisionsgewebe eingesetzt, um exakt definierte Strömungsbedingungen für die bewegten Luftmassen zu schaffen. Dies optimiert den Frequenz-  und Phasengang. Die Schwingspule des Tesla-Schallwandlers ist außerdem durch ein Vollmetallgehäuse gegenüber elektromagnetischen Feldern abgeschirmt.

Der außergewöhnlich hohe Wirkungsgrad der Tesla-Schallwandler kommt auch leistungsschwachen mobilen Endgeräten zugute. Für jeden Anwendungsfall bietet beyerdynamic Kopfhörer in jeweils optimierten Impedanzen an: 32, 250 und 600 Ohm.

Hierbei solltest du folgendes beachten: Nutze die Variante mit 250 Ohm für genüssliches Hören zu Hause an deiner Anlage. Für ausgiebigen Musikgenuss mit einem Kopfhörerverstärker sind die 600-Ohm-Modelle am besten geeignet. Wenn du deine Kopfhörer auch unterwegs an Mobilgeräte anschließen willst, dann verwendest du die universell einsetzbare 32-Ohm-Variante.
Du bist noch nicht sicher, welcher Kopfhörer am besten zu dir passt? Dann wirf doch mal einen Blick in den Beitrag „Kopfhörer-Typen im Überblick“.
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