Schallwellen bestehen aus Luftmolekülen, die in Schwingung versetzt werden – vereinfacht ausgedrückt. Die Lautstärke und Frequenz eines Geräuschs stellen Fachleute mittels einer Wellenform dar. Wird eine solche Schallwelle durch eine exakt gegenläufige, also um 180 Grad in der Phase verschobene, Schallwelle überlagert, löschen die beiden Schwingungen sich aus. Ungefähr so wie bei einem Pendel, das von zwei Seiten mit exakt derselben Kraft angestoßen wird und sich dann keinen Millimeter bewegt.
Dieser „Antischall“-Effekt wurde 1933 erstmals durch den deutschen Physiker Paul Lueg patentiert. In Kopfhörern nennt man diese Technik „Active Noise Cancelling“ oder „Aktive Geräuschunterdrückung“ und nutzt das oben erklärte Prinzip, um den Lärm der Außenwelt aktiv zu unterdrücken, damit nur die gewünschten Schallwellen wie Musik oder Sprache am Trommelfell ankommen – oder eben ungetrübte Stille erzeugt wird, um sich zu entspannen oder zu konzentrieren.